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Rosenke kandidiert als parteiunabhängiger Bürger-Landrat

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, zur Landratswahl 2009 als parteiunabhängiger Kandidat, als Bürger-Landrat, anzutreten.

 

Dies begründe ich wie folgt:


1) Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Kreisverbandes Euskirchen am 23.01.2009 in Gemünd habe ich mich nach 15 erfolgreichen Amtsjahren zum vierten Mal für die Kandidatur um das Amt des Landrats beworben. Die Mitgliederversammlung hat sich mit sehr knapper Mehrheit für einen anderen Kandidaten entschieden. Diese Entscheidung respektiere ich in dem Sinne, dass ich nicht offizieller CDU-Kandidat sein werde. Ich weise jedoch darauf hin, dass bei der Mitgliederversammlung in Gemünd nur 22 Prozent der gesamten Mitglieder des CDU-Kreisverbandes anwesend waren. Für meinen Mitbewerber haben gut 11% der Mitglieder votiert. Inzwischen haben mich bis zum heutigen Tage sehr viele aufmunternde Anrufe und Zuschriften von Mitgliedern der CDU, der Jungen Union, der Frauen- und Seniorenunion und aus allen Schichten der Bevölkerung von Hellenthal bis Weilerswist erreicht. Diese geben mir Anlass zu der Annahme, dass das Votum der CDU-Mitgliederversammlung die Mehrheitsmeinung zur Landratskandidatur im CDU-Kreisverband nicht zutreffend abgebildet hat. Es handelte sich um eine punktuelle Zufallsmehrheit, die - wie bekannt - überfallartig herbeigeführt wurde. Ich bin überzeugt, dass mich weiterhin eine große Mehrheit der CDU-Mitglieder im Kreis Euskirchen unverändert unterstützt. Diese Mehrheit kann und will ich nicht enttäuschen. Ich werde in den Monaten bis zur Wahl deutlich auch um die Stimmen der CDU-Mitglieder werben.


2) Die Parteien entscheiden nicht, wer Landrat wird. Sie schlagen lediglich einen Kandidaten für das Landratsamt vor. Jeder Wahlberechtigte kann außerhalb des Parteiaufstellungsverfahrens weitere Vorschläge machen oder sich selbst zur Wahl stellen. Dieses Recht nehme ich für mich in Anspruch. Der Landrat wird von der Bevölkerung direkt gewählt. Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Euskirchen haben mir bei den Direktwahlen zwei Mal, 1999 und 2004, mit überzeugenden Mehrheiten - jeweils mit mehr Stimmen als für die Partei - das Amt des Landrats übertragen. Ich finde, dass es das gute Recht der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Euskirchen ist, auch 2009 zu entscheiden, ob sie mir das Amt des Landrates weiter anvertrauen wollen.


3) Wer mich kennt, der weiß: Mir geht es nicht vordringlich um Amt und Ehren oder um Pension * meine Pensionsansprüche habe ich schon vor meiner letzten Wahl voll erreicht, ich bin über 40 Jahre im öffentlichen Dienst - mir geht es darum, den Kreis Euskirchen weiter voranzubringen. In den zurückliegenden Jahren haben wir hier gemeinsam, Politik und Verwaltung, viel erreicht. Aber es bleibt auch weiterhin noch viel zu tun, um unsere Region vor dem Hintergrund des mehr und mehr zusammenwachsenden Europa erfolgreich zu positionieren. Dabei möchte ich weiter anpacken * mit vollem Einsatz, wie die Bürgerinnen und Bürger es von mir seit 15 Jahren gewohnt sind.


4) Den Arbeitnehmern mutet der Gesetzgeber heute eine längere Lebensarbeitszeit zu (Rente mit 67). Personen, die in Führungspositionen * insbesondere in staatlichen Führungspositionen * tätig sind, sollten sich davon nicht ausschließen. Auch deswegen bewerbe ich mich um eine weitere Amtszeit. Ein Landrat im vorzeitigen Ruhestand kostet nur. Ein Landrat, der bis zur gesetzlichen Altersgrenze, wie jeder Arbeitnehmer, arbeitet, kostet ebenfalls, aber er macht sich bezahlt.


5) Zur Landratswahl trete ich mit einem eigenen Programm an. Dies wird in den kommenden Wochen erarbeitet. Kernthemen habe ich bereits in meiner Rede auf der CDU-Mitgliederversammlung in Gemünd angesprochen.


Es gilt das gesprochene Wort!

 
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